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  Bericht von http://www.ig-gespannrennen.com
 

2. Lauf zur Internationalen Deutschen Meisterschaft der Sidecars

 

36. Internationales ADAC Würzburger Motorradrennen
Erster Steinhausen-Sieg mit Glüc
k

(Lebeau) Ein Unfall in der ersten Kurve, in den die Gespanne Centner/Helbig und Hock/Becker verwickelt waren, sorgte schon gleich zu Beginn des zweiten IDM-Sidecar-Rennens für Wirbel. Dieter Eilers, der vom 11. Startplatz das Rennen aufgenommen hatte, sah vor sich jede Menge Dreck und Teile durch die Luft fliegen. Beifahrer Achim Freund wurde von einem Teil sogar am Helm getroffen. Eilers konnte nach links ausweichen und kam im Kiesbett zu Stehen. deshalb setzte er das Rennen erst einmal nicht fort, sondern kümmerte sich mit seinem Beifahrer erst einmal um die Verunglückten, bis der Streckenarzt eintraf.
Das Gespann von Centner/Helbig hatte sich mehrmals überschlagen und wurde stark zerstört. Wolfram Centner erlitt tiefe Fleischwunden an der rechten Schulter und am Oberarm. Beifahrer Mike Helbig kam mit Schürfwunden noch glimpflich davon. Wolfram konnte sofort in der Nacht zum Montag vom Team mit nach Hause genommen werden und er wurde zur stationären Behandlung in das Radebeuler Krankenhaus gebracht.
Wie Centner war auch Kurt Hock zunächst zur Erstversorgung in das nächstgelegene Krankenhaus transportiert worden. Er erlitt glücklicherweise nur Prellungen und konnte noch am Abend die Heimreise antreten.
Das Rennen wurde wegen des Vorfalls nach drei Runden abgebrochen und neu gestartet. Dadurch konnten nicht nur Eilers/Freund erneut ins Geschehen eingreifen, sondern auch Jörg Steinhausen/Axel Kölsch. Der amtierende Meister war nämlich schon nach der ersten Runde an die Box gekommen, um verloren gegangenes Kühlwasser nachzufüllen. Als die roten Startampeln erloschen, reagierten die Trainingsschnellsten Moser/Wäfler am schnellsten
und gingen wie schon am Lausitzring als Erste des auf 15 Gespanne dezimierten Feldes in die erste Kurve. Aber noch in der Startrunde übernahmen Steinhausen/Kölsch nach einer kleinen Kollision die Führung und auch die englischen Gaststarter Laidlow/Farrance konnten an Moser vorbeiziehen. Steinhausen konnte seinen Vorsprung bis ins Ziel auf knapp neun Sekunden vergrößern, hatte dabei aber Glück, denn sein Motor tat sich von Runde zu Runde schwerer. Vermutlich war es ein Folgeschaden der Überhitzung in der Anfangsphase. des Rennens. „Es hat sich angehört wie eine leere Konservendose“, kommentierte Jörg nach dem Rennen. Umso mehr freut er sich über seinen ersten Saisonsieg.
Die Zweitplatzierten Andy Laidlow und Patrick Farrance werden von nun an noch öfter in der IDM zu sehen sein. Sie waren höchst angetan von dem hohen Niveau und der Leistungsdichte des Sidecar-Feldes. Die Dritten Josef Moser/Ueli Wäfler hatte zum Rennende hin wieder zu Laidlow aufgeholt. Im Ziel fehlten dem neuen Gespann mit dem Honda-Motor nur fünf Zehntelsekunden auf das englische Gespann. Auf jeden Fall hat das österreichisch-schweizerische Doppel erneut unter Beweis gestellt, dass mit ihm im weiteren Verlauf der Saison zu rechnen ist, zumal sie die Lausitzring-Sieger Roscher/Hänni auf Platz vier sicher in Schach hielten. „Und auch mit unserer Pole Position haben wir ein Zeichen gesetzt“, sagte Moser nach der Siegerehrung. Generell zeigten Training und Rennen, dass die Austria-Teams auf ihrer „Trainingsstrecke“ Pannonia-Ring eine schwer bezwingbare Macht darstellen. Neben Moser stellten dies vor allem Michael und Bernd Grabmüller unter Beweis, die mit Platz sechs hinter Schlosser/Kolloch ihr bisher bestes Ergebnis in der IDM einfuhren. Direkt hinter ihnen folgte mit der RSR-Suzuki von Hainbucher/Adelsberger das dritte Gespann aus der Alpenrepublik. Hainbucher hatte sich das ganze Rennen ein Duell mit Eilers/Freund
geliefert, dass in der vorletzten Runde für Eilers nach einer Berührung kurzfristig im Kiesbett endete. Der Norddeutsche konnte mit Hilfe der ungarischen Streckenposten allerdings weiter fahren und das Rennen noch auf dem 13. Platz beenden.
Der von der Interessengemeinschaft Gespannrennen initiierte „Rookie-Pokal“ ging erneut an Harald Kuttler und Hannes Grauer, die als Elfte ihren gelungenen Einstieg in die IDM untermauerten.

 
Ergebnis: IDM-Stand (nach 2 Rennen): Punkte
1. Steinhausen/Kölsch (D) LCR-Suzuki   1. Steinhausen 41
2. Laidlow/Farrance (GB) LCR-Suzuki   2. Roscher/Hänni 41
3. Moser/Wäfler (AUT/CH) LCR-Honda   3. Moser/Wäfler 40
4. Roscher/Hänni (D/CH) LCR-Suzuki   4. Schlosser/Kolloch 23
5. Schlosser/Kolloch (CH/D) LCR-Suzuki   5. Göttlich/Höss 20
6. Grabmüller/Grabmüller (AUT) LCR-Yamaha   6. Hainbucher/Adelsberger 19
7. Hainbucher/Adelsberger (AUT) RSR-Suzuki   7. Kohlmann 17
8. Göttlich/Höss (D) LCR-Suzuki   8. Centner/Helbig 13
9. Kohlmann/Anderle (D) LCR-Suzuki   9. Nagel/Hildebrandt 12
10. Nagel/Hildebrandt (D) LCR-Suzuki   10. Grabmüller/Grabmüller 11
11. Kuttler/Grauer (D) RSR-Yamaha   11. Eilers/Freund 11
12. Brändle/Fritz (CH) LCR-Suzuki   12. Kuttler/Grauer 9
13. Eilers/Freund (D) LCR-Suzuki   13. Schröder/Burkard 8
14. Rutz/Äberli (CH) LCR-Yamaha   14. Brändle/Fritz 5
      15. Zimmermann/Bührer 4
      16. Rutz/Äberli 4
      17. Spalteholz/Schade 2
 

IDM / Fotos: Wießmann

 

2. Lauf 2005 - Pannoniaring -

Steinhausen/Kölsch siegen bei IDM-Sidecars in "Konservendose"
Beim zweiten Saison-Lauf der IDM-Sidecars auf dem Pannoniaring ging es schon kurz nach dem Start heiß her. Bereits in der ersten Kurve kam es zu einem Crash, an dem vier Gespanne beteiligt waren. Da zwei Piloten medizinisch behandelt werden mussten, wurde das Rennen aus Sicherheitsgründen abgebrochen.
Davon profitierten Jörg Steinhausen und sein neuer Beifahrer Axel Kölsch. Sie hatten schon in der Warm-up-Runde mit technischen Problemen zu kämpfen und kamen in der ersten Runde an die Box. “Ich wusste gar nicht, wie viel Wasser in mein Gespann passt, so viel haben wir nachgeschüttet. Wir haben fast unser ganzes Kühlwasser verloren.“, scherzte Jörg Steinhausen nach dem Rennen.
Er schaffte es, die technischen Probleme rechtzeitig zu beheben, bevor das Rennen neu gestartet wurde. So war der Titelverteidiger wieder dabei. Als die Ampel erneut auf grün sprang, reagierten die Trainingsschnellsten Moser/Wäfler am schnellsten und bogen als Führende in die erste Kurve, fielen jedoch in der nächsten Runde auf Platz drei zurück. Steinhausen/Kölsch übernahmen die Spitze und gaben diese bis Rennende nicht mehr aus der Hand. Doch viel weiter wäre es vermutlich gar nicht gegangen. „Eine Runde länger und das Gespann wäre uns um die Ohren geflogen. Es hat sich angehört, wie eine leere Konservendose.“ – so Jörg Steinhausen nach dem Rennen. Umso mehr freute er sich über seinen ersten Saisonsieg.
Auf Platz zwei fuhren die Gaststarter Andy Laidlow und Patrick Farrance aus Großbritannien ins Ziel. Gegen Ende des Rennens ging den Engländern jedoch die "Luft" aus, so dass das österreichisch-schweizerische Doppel Moser/Wäfler aufholten und gefährlich nahe kamen. „Zwei bis drei Runden hätten wir noch gebraucht, dann hätten wir Laidlow gehabt. Aber mit unserer Pole Position haben wir schon ein Zeichen gesetzt.“ so Moser.
Als beste Rookies kamen die Kusterdingener Harald Kuttler und Hannes Grauer auf Rang 11 ins Ziel.
Die beste Show für die Zuschauer boten aber eindeutig Uwe Göttlich und Peter Höss. Das sächsisch-bayrische Gespann fuhr mehr neben der Strecke als darauf. Bei spektakulären Drifts ließen sie die Hinterräder qualmen und kamen als Achte ins Ziel.