News

  Bericht von http://www.ig-gespannrennen.com
 

4. Lauf zur Internationalen Deutschen Meisterschaft 3. Juli 2005

 

Streckensprecher Wolfram Centner
Text: H. Lebeau Foto: D. Korn

Wolfram Centner hat auf dem Salzburgring sein Debüt als Co-Kommentator von IDM-Streckensprecher Bernd Fulk gegeben. In den vergangenen Jahren hatte Eckart Rösinger von der IGG diese Funktion als "Insider" am Streckenmikrofon ausgeübt, aber der muss sich jetzt in erster Linie um die von ihm gemanagte Europameisterschaft der Sidecars kümmern. In die Bresche sprang – allerdings unfreiwillig – Wolfram Centner. Der Gespannpilot aus dem sächsischen Radebeul muss nach dem Unfall auf dem
Pannonia-Ring etliche Monate pausieren. Er erklärte sich aber dankenswerter Weise bereit, den Job des Co-Kommentators zu übernehmen. Und wenn wir alle den Wolfram viel lieber unter uns auf der Piste gesehen hätten, so muss man doch sagen, dass er das Zeug zu einem guten "Lautsprecher" hat. Zusammen mit Routinier Bernd Fulk hielt er die vielen Zuschauer rund um den Salzburgring ebenso launig wie fachkundig auf dem Laufenden, kommentierte Training und Rennen aus der Sicht des aktiven Rennfahrers und informierte über die großen und kleinen Dinge hinter den Kulissen der IDM-Sidecars.

 

4. Lauf zur Internationalen Deutschen Meisterschaft 3. Juli 2005

 

Int. ADAC-Bayernpreis
Packende Highspeed-Duelle
Text: H. Lebeau Foto: D. Korn

Titelverteidiger Jörg Steinhausen hat mit dem Sieg in einem packenden Seitenwagenrennen auf den ultraschnellen Salzburgring seine Führung in der IDM-Wertung ausgebaut, weiß aber in Josef Moser und Mike Roscher weiterhin zwei hartnäckige Verfolger hinter sich. Dadurch ist der Ausgang der Meisterschaft nach wie vor offen, denn Steinhausen, allerdings auch Roscher, können zwei IDM-Rennen wegen Terminüberschneidungen mit der Weltmeisterschaft nicht bestreiten.
Einsetzender Regen im ersten Training und ein Wolkenbruch im zweiten Training hatten für Steinhausen/Kölsch einen besseren als den 12. Startplatz verhindert. Zusätzliche Würze brachten Laidlow/Farrance ins Geschehen. Den Engländern hatte im ersten Training eine explodierende Kupplung ein Loch ins Motorgehäuse gesprengt. Mit ihrem zweiten Motor mussten sie sich auf der überfluteten Strecke für das Rennen qualifizieren, was ihnen mit vollem Einsatz fahrend auch gelang. Allerdings standen sie als Achtzehnte nur in der 7. Startreihe.
Den besten Start bei schönstem Sonnenschein am Sonntag hatten die Drittschnellsten des Trainings, Göttlich/Höss – aber nicht lange. Die Polesetter Moser/Wäfler übernahmen schnell die Führung vor Roscher/Hänni, während sich Steinhausen und vor allem Laidlow schon kräftig durch das Feld „tankten“. Für Göttlich/Höss endete das Rennen noch in der ersten Runde mit einem Überschlag in der Fahrerlagerkurve, gottlob ohne ernsthafte Folgen für Beide. Der einzige weitere Ausfall des Rennens, das 22 Gespanne aufgenommen hatten, betraf Hock/Becker. Sie steuerten in der fünften Runde mit technischen Problemen die Box an.
Moser konnte zwar Roscher hinter sich halten, bekam es aber schon bald mit Laidlow und Steinhausen zu tun, die sich den Österreicher in einem begeisternden Dreikampf um die Spitze auch schnappten. Laidlow/Farrance konnten sogar kurzzeitig in Führung gehen, bevor Steinhausen/Kölsch das Komando übernahmen und sich bis zum Fallen der Zielflagge einen Vorsprung von 6,5 Sekunden erarbeiten konnten – aber vor Moser/Wäfller! Dem alpenländischen Duo war es nämlich im Sprint zum Ziel gelungen, sich wieder an den Briten vorbei zu schieben.
Auch Roscher/Hänni gelang in der letzten Runde eine Resultatsverbesserung auf Rang vier, nachdem sie mehrere Runden lang von den Österreichern Doppler/Wagner auf den 5. Platz verwiesen worden waren. Anfangs hatten in dieser Gruppe Schlosser/Kolloch den Ton angegeben; sie fielen aber in der zweiten Rennhälfte zurück und beendeten das Rennen als Sechste.
Aus dem dichten Gerangel im Mittelfeld konnten sich die Österreicher Hainbucher/Adelsberger auf Platz sieben zunächst vornehm heraushalten. Sie bekamen allerdings doch noch „Besuch“ von ihren Landsleuten Hauzenberger/Wechselberger, denen es gelungen war, die Schweizer Schröder/Burkard, die Wiener Gebrüder Grabmüller und Eilers/Freund abzuschütteln. Der 8. Platz war für die IDM-Gaststarter allerdings Endstation, denn an Hainbucher fanden sie keinen Weg vorbei. Hainbucher/Adelsberger haben sich damit nach vier von acht IDM-Rennen hinter Steinhausen, Moser und Roscher auf den 4. Rang in der Meisterschafts-Zwischenwertung nach vorn geschlichen.
Nach dem Ausfall von Hock/Becker hatten Kohlmann/Anderle keinen Gegner mehr in Sichtweite und fuhren den 12. Platz sicher nach Hause. Um den 13. Platz lieferten sich Nagel/Hildebrandt mit dem italienisch-deutschen Duo Dagnino/Wedele einen Zweikampf, der nicht weniger sehenswert war als die auf den vorderen Positionen. Dabei behielten die Ostdeutschen mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung die Oberhand.

 
Ergebnis: IDM-Stand (nach 4 Rennen): Punkte
1. Steinhausen/Kölsch (D) LCR-Suzuki   1. Steinhausen/Kölsch
91
2. Moser/Wäfler (AUT/CH) LCR-Honda   2. Moser/Wäfler
80
3. Laidlow/Farrance (GB) LCR-Suzuki   3. Roscher/Hänni
70
4. Roscher/Hänni (D/CH) LCR-Suzuki   4. Hanbucher/Adelsberger
37
5. Doppler/Wagner (AUT) LCR-Yamaha   5. Schlosser/Kolloch
33
6. Schlosser/Kolloch (CH/D) LCR-Suzuki   6. Laidlow/Farrance
27
7. Hainbucher/Adelsberger (AUT/D) RSR-Suzuki   7. GrabmüllerGrabmüller
26
8. Hauzenberger/Wechselberger(AUT) RSR-Yamaha   8. Schröder/Burkard
26
9. Schröder/Burkard (CH) LCR-Suzuki   9. Doppler/Wagner
24
10. Grabmüller/Grabmüller (AUT) LCR-Yamaha   10. Kohlmann/Anderle
24
11. Eilers/Freund (D) LCR-Suzuki   11. Eilers/Freund
23
12. Kohlmann/Anderle (D) LCR-Suzuki   12. Göttlich/Höss
20
13. Nagel/Hildebrandt (D) LCR-Suzuki   13. Nagel/Hildebandt
16
14. Dagnino/Wedele (I/D) LCR-Suzuki   14. Kuttler/Grauer
14
15. Meier/de Backer (D/B) Suzuki   15. Centner/Helbig
13
16. Kutler/Grauer (D) RSR-Yamaha   16. Brändle/Fritz
10
17. Brändle/Fritz (CH) LCR-Suzuki   17. Zimmermann/Näf
8
18. Baert/Meinds (B) Windle   18. Hock/Becker
7
19. Spalteholz/Schade (D) LCR-Yamaha   19. Rutz/Äberli
5
20. Rutz/Äberli (CH) LCR-Suzuki   20. Spalteholz/Schade
3
 

IDM am Salzburgring: Steinhausen/Kölsch siegen bei den IDM-Sidecars

 

Fulminante Aufholjagden durch Steinhausen und Laidlow
Quelle: IDM

Das deutsche Top-Gespann Jörg Steinhausen und Axel Kölsch gewannen auf dem Salzburgring vor 16.800 Zuschauern das Rennen der IDM-Sidecars und feierten dabei ihren 3. Saisonsieg. Im Training sah das allerdings ganz anders aus.
Die Piloten der Sidecar-Klasse wurden im Training von ständig wechselnden Wetterbedingungen überrascht. Am Ende setzte sich bereits zum zweiten Mal in dieser Saison das österreichisch-schweizerische Doppel von Josef Moser und Ueli Wäfler durch. Die zweite Startposition holten sich Mike Roscher und Adolf Hänni, auf Startrang drei folgen Uwe Göttlich und Peter Höss.
Besonders für Steinhausen/ Kölsch endete das Training enttäuschend. Die beiden kamen nur auf Rang 12, da sie im ersten Training einen neuen Motor eingefahren hatten und sich bei Regen in Training 2 nicht mehr verbessern konnten. Ähnlich ging es auch den Engländern Laidlow/Farrance. Mit Kupplungsproblemen fuhren sie nur die 18. Trainingszeit heraus.
Den besten Start zum vierten Saison-Lauf erwischten Göttlich/Höss. Doch bereits in der ersten Runde kamen die Trainings-Dritten von der Strecke ab und überschlugen sich. Beide Piloten blieben unverletzt. Bereits vor dem Rennen hatte der Sachse Göttlich ein schlechtes Gefühl, allerdings in eine ganz andere Richtung: “Eigentlich können wir uns gleich hinten anstellen. Wir haben die üblichen technischen Probleme, der Motor zieht nicht richtig durch.“
Die Spitze übernahmen Moser/Wäfler und führten bis zur vierten Runde. Dann kamen Steinhausen/Kölsch, die einen super Start hatten, von hinten angeflogen und lösten Moser an der Spitze ab. Steinhausen gab diese Führung bis Rennende nicht mehr aus der Hand.
Eine genauso fulminante Aufholjagd starteten die Briten Laidlow/Farrance. Schon in der zweiten Runde fuhren die Engländer auf Platz vier. Im Windschatten von Steinhausen machten sie Rang für Rang gut, bis sie Moser/Wäfler vor sich hatten und somit Platz zwei im Visier. Doch auch da fackelte Laidlow nicht lange und überholte die Lokalmatadoren. Zunächst sah es aus, als könnte sich Laidlow von Moser absetzen, aber in den letzten zwei Runden drehte Moser vor heimischem Publikum noch einmal richtig am Gas und attackierte den Engländer. Vom Jubel auf den Tribünen begleitet, bremste sich Moser auf Platz zwei vor. „Wir sind absolut happy hier auf dem Treppchen zu stehen, vor heimischem Publikum macht es noch mal so viel Spaß.“, so der Österreicher in der Pressekonferenz.
Mit sechs Sekunden Vorsprung gewannen Steinhausen/Kölsch ihr drittes Rennen in Folge vor Moser/Wäfler und Laidlow/Farrance.
Steinhausen führt jetzt mit 91 Punkten in der Gesamtwertung, gefolgt von Moser mit 80 Zählern. Auf Platz drei liegen Roscher/Hänni (70), die am Salzburgring Vierte wurden.