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  Bericht von http://www.ig-gespannrennen.com
 

8. Lauf 2005 - Hockenheim 1.-2.10.2005

 

Moser/Wäfler machen ihren ersten Meistetitel perfekt
Text und Foto: Hubert Lebeau - Mit einem dritten Platz im letzten IDM-Sidecar-Rennen der Saison in Hockenheim holten sich Josef Moser und Ueli Wäfler den Internationalen Deutschen Meistertitel 2005. Der Österreicher und sein Beifahrer aus der Schweiz sicherten sich den Titel mit zehn Punkten Vorsprung vor Jörg Steinhausen und Axel Kölsch. Der Vorjahresmeister hatte mit dem Sieg im letzten Rennen alles getan was er tun konnte, aber seine Chance auf die Titelverteidigung war einfach zu klein. Moser/Wäfler hätte ein neunter Platz für die Erringung ihres ersten Meistertitels ausgereicht. "Wir sind absolut happy", sagte Moser nach dem Rennen. Er wollte das Rennen locker angehen, merkte aber schnell, dass er dadurch in Gefahr geriet, den Meistertitel noch zu verspielen. Also gab er Gas, überholte Doppler, Hock und Roscher und machte mit dem dritten Podiumsplatz die Sache perfekt. "Wir wollen unseren Titel im nächsten Jahr verteidigen", kündigte der Zillertaler an. Auch Jörg Steinhausen will dann wieder angreifen, ungeachtet der noch offenen Sponsorfrage. Der Nümbrechter kontrollierte das Rennen, nachdem er den mäßigen Start von der Pole Position aus ("etwas zuviel Wheelspin") noch in der ersten Runde wettmachte und sich an die Spitze setzte. Zur Rennmitte hin konnten Schlosser/Kolloch, auch begünstigt durch Überrundungsmanöver, fast aufschließen, aber Steinhausen stellte in den verbleibenden Runden den alten Respektabstand von 6,5 Sekunden wieder her. Markus Schlosser/Andreas Kolloch hatten ihrerseits keine Konkurrenten zu fürchten und kamen als Zweite ins Ziel. Trotzdem verpassten der Schweizer und sein deutscher Beifahrer den dritten Platz in der Meisterschaft, wenn auch denkbar knapp. Sowohl Schlosser/Kolloch als auch Mike Roscher/Adolf Hänni, die Fünfte wurden, haben 101 Punkte auf ihrem Konto, aber Roscher kann den Sieg beim Auftaktrennen auf dem Lausitzring vorweisen, was den Ausschlag für ihn und seinen Schweizer Copiloten Adolf Hänni gab. Roscher/Kolloch lagen von Beginn des Rennens an im Clinch mit Kurt Hock/Enrico Becker, wobei die Entscheidung zugunsten von Roscher zu fallen schien, als die nach vorn stürmenden Moser/Wäfler den Zweikampf vorübergehend zum Dreikampf machten. Roscher konnte sich im Sog des Österreichers etwas von Hock absetzen, aber der robbte sich auch mit Hilfe von Überrundungen wieder heran und wich Roscher/Hänni jetzt nicht mehr vom Hinterrad. Eingangs der letzten Runde hatte Roscher den Bremspunkt vor der Nordkurve etwas zu optimistisch gewählt und musste einen weiten Bogen in die Auslaufzone schlagen, was Hock/Becker nutzten und den 4. Platz bis ins Ziel verteidigten. Damit verbesserten sie sich auf Rang sechs in der Meisterschaft vor Göttlich/Höss, die wegen der Achillessehnen-Verletzung von Uwe Göttlich beim abschließenden Rennen zuschauen mussten. Sepp Doppler/Bernhard Wagner hatten dem von Roscher und Hock angeschlagenen Tempo nicht folgen können und wurden Sechste vor ihrem Landsmann Harald Hainbucher, der sich mit seinem deutschen Beifahrer Peter Adelsberger durch Zuverlässigkeit und Schnelligkeit den 5. Platz in der IDM-Wertung holte. Außer Hainbucher/Adelsberger und den Meistern MoserWäfler brachten es nur Eilers/Freund (Platz 8 im Rennen und Platz 8 in der Meisterschaft) und Kohlmann/Anderle (Platz 9 im Rennen und Platz 9 in der Meisterschaft) fertig, in allen acht Rennen zu punkten. Baptist Kohlmann musste für dieses Ergebnis hart arbeiten, denn Zimmermann/Ziegler saßen ihnen das ganze Rennen buchstäblich im Nacken. Robert Zimmermann schaffte es schließlich auch, an dem Bayern-Team vorbeizukommen, aber im Ziel hatten Kohlmann/Anderle die alte Reihenfolge wieder hergestellt. Hinter den Gaststartern Ozimo/Zanarini aus Italien und Halet/Debacker aus Belgien erreichten Kuttler/Grauer als Dreizehnte das Ziel und wurden dafür mit dem Rookie-Pokal der Interessengemeinschaft Gespannrennen ausgezeichnet.

 
Ergebnis: IDM-Stand (nach 5 Rennen): Punkte
1. Steinhausen/Kölsch D/D   1. Moser/Wäfler 151
2. Schlosser/Kolloch CH/D   2. Steinhausen/Kölsch 141
3. Moser/Wäfler A/CH   3. Roscher/Hänni 101
4. Hock/Becker D/D   4. Schlosser/Kolloch 101
5. Roscher/Hänni A/CH   5. Hainbucher/Adelsberger 75
6. Doppler/Wagner A/A   6. Hock/Becker 68
7. Hainbucher/Adelsberger A/D   7. Göttlich/Höss 62
8. Eilers/Freund D/D   8. Eilers/Freund 62
9. Kohlmann/Anderle D/D   9. Kohlmann/Anderle 48
10. Zimmermann/Ziegler D/D   10. Doppler/Wagner 47
11. Ozimo/Zanarini I/I   11. Schröder/Burkard 42
12. Halet/Debacker BEL/BEL   12. Zimmermann/Ziegler 36
13. Kuttler/Grauer D/D   13. Nagel/Hildebrandt 32
14. Brändle/Fritz CH/D   14. Grabmüller/Grabmüller 31
15. Nagel/Hildebrand D/D   15. Laidlow/Farrance 27
16. Meier/Langschädel D/D   16. Brändle/Fritz 26
17. Rutz/Äberli CH/CH   17. Kuttler/Grauer 24
18. Spalteholz/Schade D/D   18. Rutz/Äberli 14
      19. Centner/Helbig 13
      20. Spalteholz/Schade 11
      21. Kowalski 1
 

Sidecar-Titel geht an Josef Moser und Ueli Wäfler – Rennsieg für Steinhausen/Kölsch

 

(www.idm.de)
Hockenheim – Der Österreicher Josef Moser und sein Schweizer Beifahrer Ueli Wäfler sicherten sich mit einem dritten Platz beim Final-Lauf der IDM Sidecar den Titel. Den Tagessieg vor 14.800 Fans auf dem Hockenheimring sicherten sich die Titelverteidiger Jörg Steinhausen und Axel Kölsch.
Das Qualifikationstraining am Samstag wirkte wie eine Reminiszenz an das Meisterschaftsergebnis des Jahres 2004. Die ersten vier Gespanne der letzten Saison fuhren im Training in der "richtigen Reihenfolge" auf die Plätze: Pole für Jörg Steinhausen vor Schlosser, Roscher und Moser. Mit 16 Punkten Vorsprung reiste das österreichisch-schweizerische Team Moser/Wäfler nach Hockenheim. Ihnen hätte ein neunter Platz genügt, um den Gesamtsieg perfekt zu machen. Doch vom gemütlichen Hinterherfahren hielten die beiden nicht viel. Durch einen schlechten Start fielen Moser/Wäfler zunächst auf Platz acht zurück. Runde für Runde kämpften sich die Titel-Favoriten nach vorn. Gegen Rennende liefen sie auf die Zweiergruppe Roscher/Hänni und Hock/Becker auf, die hart um den dritten Platz kämpften. Doch auch bei diesem Fight hielten sich Moser/Wäfler nicht raus und griffen beherzt an. Drei Runden vor Rennende schoben sie sich auf Platz drei und hatten so den für das Finale geplanten Podestplatz inne. Der Titelgewinn war perfekt. „Eigentlich wollten wir das Rennen locker angehen, haben aber dann gemerkt, dass die Konzentration verloren geht. Also haben wir das Tempo erhöht und angegriffen. Wir sind absolut happy.“, so Josef Moser nach dem Rennen.
Jörg Steinhausen und Axel Kölsch gewannen an der Spitze indessen souverän ihr fünftes Rennen der Saison. Zwar hatten sie am Ende des letzten Sidecar-Laufes mit zu überrundenden Piloten zu kämpfen, wodurch sie viel Zeit verloren, konnten aber ungefährdet siegen. „Wir hatten nur noch theoretische Chancen auf den Titel, deshalb wollten wir ein schönes Rennen fahren und Spaß haben. Nächstes Jahr werden wir aber sicher wieder angreifen.“ so Jörg Steinhausen nach dem Rennen.
Hinter den Titelverteidigern kamen Schlosser/Kolloch als zweite ins Ziel. Das Tempo, das Steinhausen vorlegte, war dem schweizerisch-deutschen Team einfach zu hoch. „Wenn Jörg einen Fehler gemacht hätte, wären wir da gewesen. Aber angreifen konnten wir nicht. Wir kamen mal kurz ran, als Jörg überrunden musste, aber dann bekamen wir dieselben Probleme und wurden aufgehalten.“, so Markus Schlosser nach dem Rennen.